Sitz du manchmal Abends da und fragst dich auch – wo ist eigentlich schon wieder das ganze Geld diesen Monat hin? Der Lohn geht ein, dass Kindergeld ist gebucht und eigentlich ist der Monat normal verlaufen. Keine großen Anschaffungen oder Reparaturen und trotzdem ist das Konto wieder erschreckend leer.
Dieses Gefühl kennen sehr viele Familien und ich kann dich beruhigen, denn in der Regel ist dies kein Einkommensproblem, sondern es fehlt das richtige System in der Finanzplanung.
Warum „mehr verdienen“ allein nichts löst
Viele Familien denken „Wenn wir erst mehr verdienen, wird es besser. Mit einem höheren Gehalt hat man mehr Luft und Freiräume. Man muss nicht mehr rechnen, wenn etwas unvorhersehbares kommt.“
Im ersten Moment ist das sicherlich auch so. Die ersten Wochen sind mit mehr Geld eine echte Erleichterung. Aber weißt du was dann häufig passiert? Die Ausgaben wachsen einfach mit. Ein bisschen mehr hier, ein bisschen mehr dort. Das Geld ist ja schließlich da. Und am Ende des Monats steht man wieder mit dem selben Gefühl da, „wo ist eigentlich das ganze Geld geblieben?“.
Besonders in den letzten Jahren machen sich immer mehr Deutsche sorgen wegen der steigenden Lebenshaltungskosten und das zieht sich quer durch alle Einkommensschichten. Es ist also zu einem Kampf für die meisten Familien geworden.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Familien, die diesen Kampf jeden Monat neu kämpfen – und solchen, die irgendwann aufgehört haben zu kämpfen, weil sie ein System haben, das ihnen Ruhe schenkt.
Ein Durchschnitts-Beispiel mit Familie Müller

💡 4-Köpfige-Familie Müller, 5.000€ netto
Papa arbeitet Vollzeit, Mama in Teilzeit. Zusammen mit dem Kindergeld kommen 5.000 € netto im Monat rein. Klingt super – aber was geht fix raus:
- Miete & Nebenkosten: 1.650 €
- 1-2 Autos (Raten, Versicherung, Sprit): 650€
- Lebensmittel & Drogerie: 800€
- Kita & Schule: 150€
- Handy, Streaming, Abos: 100€
- Kleidung, Friseur: 200€
- Hobby, Vereine: 100€
- Arzt, Apotheke, Unvorhergesehenes: 120 €
Macht zusammen: 3770 € – theoretisch bleiben 1230€ übrig.
Aber wo sind die 1230€? Geburtstage, Schulausflüge, das kaputte Haushaltsgerät, der Autoreifen, der Kurzurlaub und das Geschenk für die Hochzeit im Freundeskreis. Ganz normale Ausgaben, die sich in einem Monat summieren können. Doch es fühlt sich immer aufs Neue an, wie der reißende Fluss, der das Geld förmlich verschlingt.
Warum fühlt es sich wie der reißende Fluss an?
Wenn Geld keinen festen Platz hat, sucht es sich selbst seinen Weg. Und meistens landet es dort, wo gerade Bedarf ist und nicht dort, wo es langfristig sinnvoll wäre.
Wer jeden Tag Familie, Job und Haushalt jongliert, hat schlicht keine Energie übrig, um gleichzeitig noch Kassenwart zu spielen. Man kauft ein, zahlt, lebt – und am Ende des Monats ist der Überblick weg. Die Struktur fehlt einfach.
Wie sich das verändert – aus eigener Erfahrung
Bei uns war das lange Zeit genauso. Egal ob als Doppelverdiener, Selbstständige mit gutem Geld oder als Alleinverdiener & ich als Mutter zuhause – wir haben wirklich in jeder Lebenslage am Ende des Monats gedacht „Es reicht nie wirklich und das ganze Geld ist schon wieder weg?“. Unser Problem war einfach das fehlende System. Alles lief über ein Konto und wurde irgendwie mit dem Geld bezahlt, dass noch da war.
Unser Wendepunkt kam, als uns klar wurde, dass es so nicht mehr funktionierte. Wir wollten gute Vorbilder für unsere Kindern sein und Ende des Monats nicht aus alles Ecken das Geld zusammenkratzen müssen. Also verschafften wir uns endlich mehr Klarheit.
- Der erste Schritt war simpel: einmal richtig hinschauen. Alle Einnahmen und alle Ausgaben wurden schwarz auf weiß festgehalten. Wir konnten endlich verstehen, was da jeden Monat auf dem Konto passiert und allein das hat schon vieles verändert. Aus dem machtlosen Gefühl wurde ein konkretes Bild und mit diesem Bild konnten wir endlich beginnen zu arbeiten.
- Der zweite Schritt war Struktur. Wir haben angefangen, unser Budget in Kategorien zu verteilen. Dazu haben wir die 50-30-20-Regel als Orientierung genommen und an unser eigenes Budget angepasst. 50-70 Prozent für die Fixkosten. 20-30 Prozent für das, was das Leben schön macht. 10-20 Prozent für Rücklagen und Zukunft. Und nein, die Regel geht auch bei uns nicht zu 100% auf aber sie ist eine gute Orientierung und diese kann an das eigene Familienbudget angepasst werden. Bei uns ist sie eher eine 70-20-10-Regel
- Und der dritte Schritt bringt die Umsetzung. Mithilfe von Unterkonten und automatischen Zuteilungen funktioniert das jeden Monat kinderleicht. Wir nutzen dafür ein spezielles Konto mit verschiedenen Unterkonten zur Aufteilung. Für jede Kategorie gibt es einen eigenen Topf – Lebensmittel, Alltag, Urlaub, Feste, Rücklagen. Nun war auf einen Blick sichtbar, wieviel Geld in welchem Bereich noch zur Verfügung steht. Sparen wurde dadurch ganz leicht und am Ende des Monats ist auch noch genug Geld zum Tanken und Einkaufen da.
Und das lag nicht an gestiegenen Einnahmen, sondern weil jeder Euro seinen festen Platz bekommen hat.
Mein Extra-Tipp: Spontane Ausgaben können ebenso eingeplant werden, wie Fixkosten. Geld ausgeben, ohne sich Gedanken zu machen und trotzdem nicht den Rahmen sprengen – So haben mein Mann und ich zum Beispiel unser eigenes „Taschengeld“, wo wir uns nicht rechtfertigen müssen, sondern einfach einkaufen können.
Was sich verändert
Du hast natürlich mit diesem System nicht auf einmal mehr Geld auf dem Konto. Aber mit einem guten System kannst du mit dem, was bereits vorhanden ist, deutlich mehr machen. Dein Geld versickert dann nicht mehr einfach und am Ende des Monats fragst du nicht mehr „wo ist denn schon wieder alles hin?“
Das ist richtiger Finanzfrieden und macht uns zu guten Verwaltern von dem, was wir bereits haben. Und wer weiß, wenn wir das umsetzen, vielleicht haben wir dann irgendwann plötzlich viel mehr zum Verwalten?!
Wo du anfangen kannst
Der erste Schritt zur Veränderung ist wirklich einmal die Einnahmen und Ausgaben zu notieren. Du brauchst einen Überblick, der dir Klarheit schenkt. Und anschließend kannst du die Prozesse sogar automatisieren, sodass die Finanzplanung ganz von alleine läuft.
Damit du dabei nicht bei null anfängst, habe ich den Familien-Finanzplaner zusammengestellt – mit einem einfachen Finanzplan zum Ausfüllen, einem Haushaltsbuch, einem Sparplan und dem 3-Schritte-System, das bei uns alles verändert hat. Kostenlos, zum Ausdrucken, für den Alltag und deine Familie gemacht.
Hier geht’s zum kostenlosen Workbook „Mein Familien-Finanzplaner“
Ich wünsche dir echten Frieden in deinen Finanzen,
Deine Sina






